Eine Meldung in eigener Sache
Juni 28, 2017

Kooperationen zwischen Startups und etablierten Unternehmen rückläufig

Kooperationen auf dem roten Sofa

Die Unternehmer stehen heute vor großen Herausforderungen. Früher erschwerten hartnäckige Wettbewerber, exogene Faktoren wie ein Brexit oder politischer Einfuss auf ihre Absatzmärkte das lokale oder internationale Wachstum. Doch mit den Veränderungen, die durch die Digitalisierung einhergehen, sind viele Unternehmer überfordert.

Denn die Einführung der ‚Digitalisierung‘ läuft häufig ohne einen konkreten eigenen Plan ab. Es fehlt an Verständnis in der Führungsebene, vielfach wird mit der Einstellung eines IT-Spezialisten die Hoffnung verbunden, die Digitalisierung damit in den Griff zu bekommen.

Startups bringen digitale Kultur ins Unternehmen

In den vergangenen Monaten zeichnete sich dann ein neuer Lösungsweg aus dem Dilemma ab: die Startups. Warum nicht mit den meist jungen, digital geprägten Startup Teams die neue Welt der Digitalisierung direkt ins Haus holen. Und wenn es nicht zu einer Akquisition reichte, dann wenigstens per Kooperation. So oder so ähnlich dachten wohl viele der Führungskräfte aus den Großunternehmen und dem deutschen Mittelstand.

Der Deutsche Startup Monitor 2017 von KPMG bringt nun leider ernüchternde Ergebnisse zutage. „Tatsächlich beobachten wir aber eine rückläufige Entwicklung in der Intensität der Kooperationen zwischen Startups und etablierten Unternehmen,“ so steht es im Monitor, der im Oktober herausgebracht wurde. Während in 2016 noch 70% der Startups angaben, mit etablierten Unternehmen zu kooperieren, so waren es lt. Bericht in 2017 nur ganze 50%.

Die Bedeutung von Kooperationen im digitalen Alltag

Und dabei wären solche Kooperationen so wichtig für beide Seiten. Die Etablierten riskieren, den Anschluss bei der Digitalisierung zu verlieren. Doch auch für die Startups geht es um viel mehr als nur Geld. Das Netzwerk an Kunden, Zulieferern und Partnern der etablierten Unternehmen kann ein wichtiger Bestandteil der Wachstumsstrategie von Startups sein.

Von daher kommt in den nächsten Monaten den Factories eine besondere Bedeutung zu. In Berlin finden wir mit der Berlin Factory und den diversen Labs der Unternehmensberatungen herausragende Beispiele für die Anbahnung von Kontakten zwischen etablierten Unternehmen und den Startups. Doch es muss nicht immer Berlin sein. Einige der Großen haben eigene ‚Labore‘, jüngstes Beispiel ist das Zusammengehen von Springer’s Plug & Play und Porsche. Beide werden sich eher auf die neuen Geschäftsideen stürzen. Dennoch können wir sicher sein, dass beide Mutterhäuser sich den Erfolg versprechenden Entwicklungen selbst zuwenden werden. Kooperation hier also auf Basis von Innovation im Inkubator.

Die InnovationFactory in Süddeutschland unterstützt Unternehmen bei der Suche nach innovativen Teams. Der erste Schritt sozusagen auf dem Weg zu einer erfolgreichen Kooperation. Wir identifizieren die potentiell richtigen Startups, wir evaluieren und wir entwickeln Formate für die Zusammenarbeit. Und so werden wir Teil einer digitalen Bewegung im Wirtschaftsraum Europa.

 

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